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Operation und Knochenchirurgie

Operationen

Geschlechtsapparat

 

Kastration

stationäre NachsorgeKätzinnen und Kater mit Freigang sollten unbedingt kastriert werden, um das ohnehin schon große Problem verwilderter Katzenpopulationen durch ungehinderte Vermehrung nicht noch zu vergrößern. Abgesehen davon werden die Tiere häuslicher und neigen weniger zu Raufereien und Streunen.

Bei Katern reduziert sich das Markierverhalten und der unangenehm strenge Uringeruch. Nur im Haus gehaltene Kätzinnen werden unkastriert weiter rollig und durch den nicht stattfindenden Deckakt oft dauerrollig, was zu Eierstockszysten und Gebärmutterentzündung führen kann. Bei beiden Geschlechtern ist der Eingriff nicht sehr belastend, die Tiere sind in der Regel bereits am nächsten Tag wieder wohlauf.

Bei Hunden, die ja besser unter Kontrolle gehalten werden können, ist die Erwägung einer Kastration der Hündin eher als Gesundheitsvorsorge zu sehen. Gesäugetumore und Gebärmutterentzündung bzw. -vereiterung sind recht häufige Erkrankungen vor allem älterer Hündinnen, die sich durch eine frühzeitige Kastration zuverlässig vermeiden lassen. Außerdem werden viele Hündinnen nach der Läufigkeit scheinschwanger, ein Zustand, in dem das Gesäuge angebildet und Milch produziert wird. Damit verbunden ist bei vielen Tieren die Vorbereitung auf echten Nachwuchs, was zu einer starken psychischen Belastung führt.

Beim Rüden stehen solche gesundheitliche Risiken im Hintergrund, da Hodentumore eher selten sind. Allerdings kann eine starke sexuelle Orientierung einen Rüden zum Problemhund werden lassen, was sich entweder in sozialer Unverträglichkeit, Neigung zum Streunen oder psychischer Frustration während der Brunstzeit äußern kann. Durch die vermehrte Testosteronausschüttung kann es zur Erkrankung der Vorsteherdrüse kommen. Wie bei Katzen ist auch beim Hund die Operation ein Routineeingriff, den die Tiere schnell überwunden haben.

Kastration beim KaninchenBei Kaninchen und Meerschweinchen sind es meist die männlichen Tiere, die aus Gründen unerwünschter Vermehrung kastriert werden. Diese Tiere sind Gruppentiere, die man nicht einzeln halten sollte. Da aber unkastrierte Männchen meist nicht gut miteinander auskommen und bei Gruppenhaltung mit Weibchen ständig mit viel Nachwuchs zu rechnen ist, ist die Unfruchtbarmachung der einzige Weg für eine artgerechte Haltung. Auch hier ist die Operation keine große Belastung.

Weibliche Frettchen neigen bei ausbleibender Bedeckung zur Dauerrolligkeit. In dieser Phase wird sehr viel Östrogen produziert, was zur Knochenmarksschädigung und damit verbundener Blutarmut führt, die lebensbedrohliche Formen annehmen kann. Auch bei dieser Tierart ist die Kastration der Fähen eine Gesundheitsvorsorge.


 

Magen-Darmtrakt:

Magenblähung/-drehung

Magendrehung bei größeren HunderassenVor allem große Hunderassen mit tiefem Brustkorb wie Schäferhunde, Doggen, Dobermann etc. können eine Magenblähung mit folgender Drehung des Magens um die eigene Achse entwickeln.

Meist kurz nach der letzten Fütterung treten die typischen Symptome wie Unruhe, Schmerzen, erfolgloses Würgen und zunehmende Auftreibung des Bauches auf. Hier muss schnell gehandelt werden. Der Tierarzt kann anhand einer Röntgenaufnahme schnell die Diagnose stellen.

Ist der Magen noch nicht gedreht, kann die Blähung eventuell in Narkose mittels Magenspülung behoben werden, ist bereits eine Drehung eingetreten, muss der Hund sofort operiert werden. Die landläufige Meinung, eine Magendrehung entstehe, weil sich der Hund mit vollem Magen zu stürmisch bewegt hat, stimmt in den allermeisten Fällen nicht. In der Regel entsteht sie abends kurz nach der Futteraufnahme aus der Ruhe heraus. Das Verabreichen kleinerer Portionen mehrmals am Tag und auch ein größerer Fettanteil im Futter soll das Risiko der Gasbildung vermindern.

 

Darmverschluss

Anzeichen_vom_darmverschlussMeist sind es verschluckte Spielzeug- oder Pflanzenteile, die zu groß sind um den Dünndarm zu passieren, die einen Darmverschluss verursachen. Katzen sind seltener betroffen, da sie nicht zum Schlingen neigen, können aber beim Spielen mit Fäden oder auch Geschenkbändern diese versehentlich abschlucken. Auf solchen langen Fremdkörpern kann sich dann der Darm aufreihen.

Erste Symptome sind Erbrechen und fehlender Kotabsatz, reduziertes Allgemeinbefinden, eventuell auch Fieber.
Ein feststeckender Fremdkörper muss immer operativ entfernt werden.

 

Darmverschlingung

Bei der sehr seltenen Darmverschlingung kommt es zur Drehung einzelner Abschnitte oder gar der ganzen Darmscheibe um die eigene Blutgefäßversorgung. Ist die Blutzufuhr vollständig unterbrochen, stirbt der betroffene Darmabschnit sehr schnell ab. Der Verlauf ist hochdramatisch, die betroffenen Tiere verfallen sehr schnell und auch eine Operation kommt in aller Regel zu spät, wenn größere Darmteile betroffen sind. Wenn es sich nur um eine kurze Strecke des Darmes handelt, kann der Patient eventuell durch Entfernung des abgestorbenen Darmteiles gerettet werden, dennoch ist die Darmverschlingung eine Erkrankung mit schlechter Prognose.


 

Tumore

Weichteilchirurgie TumorentfernungWährend sich beim Hund gut- und bösartige Tumore in etwa die Waage halten, sind bei der Katze die meisten Geschwülste bösartig. Sollte man eine Umfangsvermehrung bei seinem Tier ertasten, sollte man diese vom Tierarzt beurteilen lassen. Manche Tumore kann man aufgrund ihrer Konsistens und typischen Form eventuell auch ohne feingewebliche Untersuchung diagnostizieren, z. B. Lipome.

Besteht keine Klarheit, können per Nadelbiopsie Tumorzellen gewonnen und von einen Pathologen untersucht werden. Bösartige Geschwülste sollte man nach Möglichkeit zügig entfernen lassen um die metastatische Ausbreitung zu verhindern.

Tumore innerer Organe sind natürlich nicht so einfach zu finden, denn sie lassen sich von außen nur tasten, wenn sie schon eine beträchtliche Größe erreicht haben. Sie werden daher meist erst dann entdeckt, wenn sie zu Krankheitssymptomen geführt haben, also in einem fortgeschrittenen Stadium. Je nach Sitz des Tumors ist eine Operation möglich oder auch nicht, wenn lebenswichtige Organe damit durchsetzt sind.


 

Knochen und Gelenke:

 

Knochenbrüche

Oberschenkelfraktur KnochenchirurgieEs sind meistens Autounfälle oder Stürze aus größerer Höhe, die zu Frakturen oder Luxationen führen. Dabei sind natürlich Freigängerkatzen wesentlich häufiger betroffen als Hunde oder im Käfig gehaltene Heimtiere.

Je nach Art und Lokalisation des Bruches kann eine Versorgung durch Verband/Schiene oder mittels Knochenchirurgie möglich sein. Muss ein Bruch operativ behandelt werden, kann die Stabilisierung entweder mit Nägeln oder mit Platten und Schrauben erreicht werden. In jedem Fall, auch bei Verbandsbehandlung, muss der Patient über mehrere Wochen ruhig gehalten werden, damit der Bruch ungestört verheilen kann.

 

Gelenkserkrankungen

Bildbeurteilung waehrend der KnochenchirurgieOperationen am Gelenk werden nötig bei Bandzerreissungen wie beispielsweise Kreuzbandriss oder Seitenbandläsionen, bei Luxationen und auch bei Entwicklungsstörungen während der Wachstumsphase, wie z.B. der Kniescheibenluxation.

Die Versorgung besteht je nach dem aus dem Ersatz verletzter Bänder bis zur völligen Umgestaltung des Gelenks bei Kniescheibenluxation.

Tierärztliche Klinik
Dr. Susanne Deininger

Förbauer Strasse 47
95126 Schwarzenbach/Saale

Telefon: 0 92 84 - 16 22
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Bitte hören Sie die Bandansage
bis zum Ende ab.

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