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Laborwerte und Befunde vom Haustier

Herzerkrankungen

Unter den Tierpatienten ist jeder 10. Hund und jede 25. Katze von einer Herzerkrankung betroffen. Vorbelastete Rassen, ältere Tiere und Übergewicht erhöhen das Risiko noch zusätzlich. Wird die Herzerkrankung diagnostiziert, ist das Tier in der Regel schon länger am Herzen erkrankt. Besonders „schwierige“ Patienten sind Katzen: sie zeigen ihre Symptome erst in fortgeschrittenem Stadium.

Die Symptome ähneln sich bei Hund und Katze. So ist ein gesunder Hund aufmerksam, voller Energie und hat einen gesunden Appetit. Im Allgemeinen kennen Tierhalter ihr Tier sehr gut und erkennen Veränderungen, die auf eine Herzerkrankung hindeuten können:

  • Lethargie
  • erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Energiemangel und fehlende Ausdauer
  • Kurzatmigkeit
  • trockener Husten
  • dicker Bauch
  • bläuliche Zunge und/oder sehr helles (weißes) Zahnfleisch

Blutdruck KatzeVor allem im Anfangsstadium, wenn es keine auffälligen Symptome gibt, sind Herzerkrankungen für den Laien nicht immer einfach zu erkennen. Umso heftiger zeigt sich die akute (dann fortgeschrittene) Herzinsuffizienz: Atemnot, Lefzenhecheln, starke Unruhe, aufgetriebener Bauch, Husten, Kreislaufprobleme bis zum Umkippen. Das Tier ist in höchster Not und muss sofort behandelt werden.

Die Diagnose einer Herzerkrankung kann für Sie als Tierhalter ein schwerer Augenblick sein. Aber es gibt Möglichkeiten, mit denen Sie Ihrem Begleiter ein aktives, erfülltes Leben ermöglichen können. Auch wenn jeder Fall anders ist, gilt es je nach Schwere der Erkrankung das Leben des Tieres herzgerecht einzurichten. Dazu gehören:

  • die lebenslange Medikamentengabe
  • regelmäßige Kontrolluntersuchungen
  • medizinische Fütterung
  • die Umstellung der Lebensgewohnheiten

Wie kommt es zu einer Herzinsuffizienz?

Die Herzinsuffizienz kann genetisch vererbt oder erworben sein.  Die häufigste Erkrankung ist eine Fehlfunktion der Herzklappen, die nicht mehr schließen und ein Rückfluss des Blutes entsteht. Auch die Herzwand kann dünn und schwach werden. Beides kann unbehandelt zu einer Herzinsuffizienz führen.

HerzklappenerkrankungHerzklappenerkrankung

Die Herzklappenerkrankung kommt bei Hunden am häufigsten vor. Sie tritt auf, wenn eine Klappe nicht effizient funktioniert. Ist das der Fall, muss das Herz sehr viel mehr arbeiten, um das Blut in den Kreislauf zu pumpen. Um die Mehrarbeit leisten zu können, vergrößert sich das Herz durch Muskelzunahme. Wenn der vergrößerte Herzmuskel nicht mehr ausreichend durchblutet werden kann, versagt das Herz.

Roentgen HerzKardiomyopathie

Die Kardiomyopathie ist eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der sich die Muskelmasse krankhaft vermehrt. Das Herz wird dicker und/oder versteift sich. Es kann das Blut nicht mehr so effizient pumpen, wie es eigentlich sollte.

Eine andere Art der Kardiomyopathie führt zur Verdünnung der Herzwand und damit zur Leistungsschwäche.

Bei der Behandlung geht es um mehr als Medikamente!

Auch wenn Herzerkrankungen nicht heilbar sind, kann eine regelmäßige, ununterbrochene Behandlung Ihrem Tier zu einem längeren Leben verhelfen. Das erkrankte Herz wird unterstützt, die Symptome gelindert und häufig auftretendenden Sekundärerkrankungen kann vorgebeugt werden.

Hund im AlltagWir Veterinärmediziner sind dazu ausgebildet, die ersten Anzeichen einer Herzerkrankung zu erkennen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen diese frühzeitige Diagnose und können die Lebenserwartung Ihres Tieres entscheidend verlängern.

Ihre tierärztliche Klink Dr. Deininger begleitet Sie und Ihr Tier. Wir beraten Sie zur richtigen Balance zwischen optimaler Ernährung, Bewegung, Therapie und Konsequenz je nach Schwere der Herzerkrankung.

 

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