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Laborwerte und Befunde vom Haustier

Vergiftung

Cumarinintoxikation | Vergiftung

Vergiftung durch BeutetierVergiftungen mit sogenannten „Rattengiften“ treten relativ häufig auf. Hunde und Katzen nehmen Cumarin-Verbindungen entweder direkt oder über vergiftete Nager auf.

So wirken Rattengifte:

Die Wirkweise der Rattengifte beruht auf einer verzögert eintretenden Blutgerinnungsstörung, die zu massiven Blutungsgeschehen führen kann. Häufig beobachten Tierbesitzer vordergründig ’nur‘ die Apathie ihres Tieres.

Symptome:

Häufig treten erste Symptome 2 bis 4 Tage nach der Giftaufnahme auf. Sie reichen von leichten Unterhautblutungen und Blutergüssen über Nasen- und Schleimhautblutungen bis hin zu starken Blutungen in die Körperhöhlen. Grundsätzlich kann das Blutungsgeschehen im ganzen Körper auftreten und ist nicht auf einen Bereich beschränkt. Das erklärt die Vielfältigkeit der Symptome, die bei ungünstigem Verlauf zum Tod des Tieres führen können.

Therapie:

Therapeutisch steht die Vitamin K-Substitution und die Abmilderung der Blutarmut im Vordergrund. Ist die Giftaufnahme vor weniger als 4 Stunden passiert, wird versucht, den Giftköder aus dem Körper zu eliminieren. Dies geschieht durch Emesis (erbrechen lassen), einer evtl. Magenspülung und der Eingabe von Aktivkohle.

Prognose:

Bei rechtzeitiger Therapie bestehen je nach Schweregrad und Ort der Blutungen relativ gute Aussichten auf eine Genesung des Tieres. Als prognostisch sehr kritisch sind allerdings Hirnblutungen, Blutungen im Herzbeutel oder in den Lungengefäßen anzusehen.

 

Tierärztliche Klinik
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