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Staupegefahr vom Wildtier

Staupegefahr vom Wildtier

Ein toter Fuchs, ein toter Waschbär und Jäger, die das seltsame Verhalten lebender Füchse beschreiben. Sie alle liefern immer wieder Zeugnis einer hoch ansteckenden Viruserkrankung: die Staupe.

Vor der Einführung der Impfung war die Staupe eine verlustreiche Virusinfektion des Hundes. Bei unzureichendem Impfschutz oder mangelndem Immunisierungsgrad kann es zu Epidemien mit hoher Sterblichkeit kommen. Der Staupe-Epidemie 1995 in Finnland fielen Hunderte Tiere dem Virus zum Opfer und sie konnte erst gestoppt werden, als rund 70% der Welpen in dem Gebiet geimpft worden waren.

Die Ursache für die immer wieder auftretende Staupe wird in einer gewissen Impfmüdigkeit der Tierhalter und einem zunehmenden Import von Hunden ohne ausreichenden Impfschutz vermutet. Eine internationale Forschergruppe fand dazu heraus, dass sich neben der generalisierten Staupe eine auf Hunde spezialisierte Form entwickelt hat.

Die Staupe ist eine hoch ansteckende, oft tödlich endende Infektionskrankheit, hervorgerufen durch das RNA-Virus. Die Infektion tritt bei Hunden und anderen, wie Fuchs, Wolf, Dingo, Kojote, Schakal, Frettchen, Nerz, Wiesel, Waschbär und Seehund auf. Hauskatzen lassen sich zwar mit dem Virus infizieren, zeigen jedoch keine Symptome.

Staupe infizierter Fuchs

Akute Infektionsgefahr durch Sekrete und Exkrete vom infizierten Wildtier.

Infizieren können sich Tiere jeden Alters durch die sog. Tröpfcheninfektion, oral und aerogen über Sekrete und Exkrete infizierter Tiere. Junge Hunde, ungeimpfte oder immunschwache Tiere sind besonders betroffen. Die indirekte Übertragung durch Hände, Kleidung, Futternäpfe etc. ist von geringerer Bedeutung. Eine Infizierung im Mutterleib ist ebenfalls möglich.

Die Inkubationszeit beträgt 3-7 Tage. Je nach Virulenz und Immunantwort kommt es zum akuten, subakuten oder chronischen Verlauf. Dominierende Symptome unterscheiden die Formen der Staupe, neben den Sonderformen.

Alle Formen müssen als zweifelhaft beurteilt werden, da die Prognose ungünstigt ist und keine spezifische Behandlung möglich ist.

Staupe infizierter Hund

Staupeinfektion: verschorfte Nase mit eitrig-blutigem Nasenausfluss bei erkrankten Hunden.

Nach der ersten Virämie, dem Anstieg der Körpertemperatur, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Augen- und Nasenausfluss, sinkt die Körpertemperatur in den Normalbereich und es kommt zur Organmanifestation.

Der weitere Verlauf, die Organbesiedlung und eventuelle Sekundärinfektionen, hängen in erster Linie vom Immunstatus des Tieres ab. Baut sich eine gute humorale und zelluläre Immunantwort auf, wird das Virus nach etwa 14 Tagen eliminiert, ohne klinische Symptome hervorgerufen zu haben (subklinischer Verlauf).

Nur in seltenen Fällen entwickeln sich aus solch einer stummen Infektion später neurologische Symptome oder die so genannte „Hartballenkrankheit“. Das Virus kann außerdem im Nervengewebe, Haut und Augen fortbestehen und anscheinend noch Jahre später Symptome hervorrufen.

Der Hund entwickelt mit unterschiedlicher Ausprägung

  • eitrigen Augen- und Nasenausfluss
  • Husten
  • Niesen
  • Bronchitis
  • Bronchopneumonie
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Dehydratation

Häufig folgen ZNS-Störungen (nervöse Staupe) mit Krämpfen, Bewusstseinstörungen, gesteigerte Aggressivität, rhythmische Muskelkrämpfe, sowie motorische Lähmungen und Nervenlähmungen.

Wichtig: Die Ursache für die immer wieder auftretende Staupe wird in einer gewissen Impfmüdigkeit der Tierhalter und einem zunehmenden Import von Hunden ohne ausreichenden Impfschutz vermutet. Eine internationale Forschergruppe fand dazu heraus, dass sich neben der generalisierten Staupe eine auf Hunde spezialisierte Form entwickelt hat.

Staupegefahr für Hunde

Die Staupe ist oral und aerogen übertragbar, durch die sogenannte „Tröpfcheninfektion“.

Ein Hund kann sich im Alltag, z.B. beim Stöbern, Riechen und Spuren, bereits an den Exkreten eines infizierten Tieres mit dem tödlichen Virus anstecken.

Schützen Sie Ihr Haustier vor der gefürchteten Staupe durch eine Nachimpfung oder Impfauffrischung.

Tierärztliche Klinik
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