Notfall-Nr: 0 92 84 - 16 22
Aktuelles

Verletzte Fundtiere

Verletzte Fundtiere

Rechtzeitige Meldung entscheidet darüber, wer die Kosten trägt.

Findet man auf der Strasse ein verletztes Tier, das offensichtlich ohne Halter ist, hilft man ihm und bringt es wahrscheinlich zum Tierarzt. Über die möglichen finanziellen Konsequenzen macht sich in dieser nicht alltäglichen Situation kaum jemand Gedanken. Noch weniger darüber, dass ein Fundtier meldepflichtig ist. Und zwar unverzüglich. Das heißt: noch vor dem Besuch beim Tierarzt. Die Reihenfolge, nämlich erst Fundmeldung und dann Tierarzt, entscheidet darüber, ob man als Finder die Tierarztkosten tragen muss und ob man sich wegen Unterschlagung einer Fundsache strafbar macht.

Vom Fundtier spricht man, wenn sich das Tier verirrt hat bzw. dem Besitzer dauerhaft entlaufen ist oder wenn das Tier verloren gegangen ist und der Besitzer unbekannt ist.

Herrenlose Tiere gehören im Gegensatz dazu niemandem. Zum Beispiel Wildtiere oder Tiere, an denen der Eigentümer sein Eigentum durch z.B. Aussetzen aufgegeben hat.

Die Unterscheidung, ob es sich nun um ein Fundtier oder ein herrenloses Tier handelt, ist im Einzelfall sehr schwierig. Für die Übernahme der Tierarztkosten ist die Unterscheidung aber ausschlaggebend, denn Gemeinden müssen sich nur um Fundtiere, nicht um herrenlose Tiere, kümmern.

Das Aussetzen und unversorgte Zurücklassen eines Tieres ist gemäß Tierschutzgesetz § 3 Nr. 3 verboten. Der Verstoß wird mit einem Bußgeld bis zu 25.000,- Euro geahndet. Im Zweifelsfall geht man zugunsten des Eigentümers davon aus, dass es sich um ein Fundtier handelt, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Gemäß BGB § 965 ist der Finder verpflichtet, den Fund unverzüglich dem Eigentümer zu melden. Ist dieser unbekannt, muss bei der zuständigen Behörde Anzeige erstattet werden. Zuständige Behörde ist zunächst das Fundbüro bei der jeweiligen Gemeinde bzw. Stadt, in der das Tier gefunden wurde. Alternativ kann das Tier auch im Tierheim abgegeben werden und das Tierheim übernimmt dann die Fundanzeige. Außerhalb der Öffnungszeiten von Fundbüros oder Tierheimen ist dann die Polizei zuständig, die die Fundanzeige aufnehmen muss! Rein rechtlich betrachtet muss die Fundanzeige vor dem Tierarztbesuch erfolgen. Aus Sicht von Tierschützern ist das beim verletzten Tier allerdings nicht immer zu befürworten. Die Gemeinden und Städte können aber die Kostennahme verweigern, weil der Status „Fundtier“ noch nicht eingetreten ist.

TIPP: Finden Sie ein Wildtier, nehmen Sie es bitte auf keinen Fall mit. Auch nicht in bester Absicht. Sie könnten sich des Wildtierdiebstahls strafbar machen. Die Devise ist: Die Polizei verständigen und bei dem Tier bleiben.

Tierärztliche Klinik
Dr. Susanne Deininger

Förbauer Strasse 47
95126 Schwarzenbach/Saale

Telefon: 0 92 84 - 16 22
Telefax: 0 92 84 - 94 990 94

24-Std.-Bereitschaft unter
Notfall-Nr.: 0 92 84 - 16 22
Bitte hören Sie die Bandansage
bis zum Ende ab.

Gut zu wissen: