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Laborwerte und Befunde vom Haustier

Entwurmen

Regelmäßig entwurmen! Warum?

Das enge Zusammenleben mit Haustieren birgt für uns Menschen häufig unterschätzte Risiken: Die Übertragung von Endoparasiten (Innenschmarotzer) auf den Menschen. Das gilt für Rundwürmer und Bandwürmer genauso wie für Giardien.

Eine wirksame Vorbeugung gegen die Ansteckung des Menschen ist die regelmäßige Entwurmung von Hund und Katze. Das Entwurmen ist nicht nur zum Wohlbefinden des Tieres, sondern schützt den Tierhalter vor der sogenannten Zoonose. Als Zoonose bezeichnet man Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind. Im Zusammenhang zu Parasitenübertragung sind vor allem Spul- und Hakenwürmer, Bandwürmer und Giardien zu nennen.

Giardien und Wurmbefall beim Hund
24% Giardien | 30% Wurmbefall | 3% ungeklärt

Giardien und Würmer beim Hund

Giardien und Wurmbefall bei der Katze
33 % Giardien | 70 % Wurmbefall | 5 % ungeklärt

Katze Giardien und Würmer

Ansteckungsgefahr von KindernBesonders anfällig für Infektionen mit den tierischen Endoparasiten sind Kinder, sie haben häufig einen sehr engen Kontakt zu dem Haustier. Klinische Untersuchungen haben gezeigt, dass bis zu 11 Prozent der untersuchten Kinder mit Spulwurmlarven infiziert waren. (Information: MSD-Tiergesundheit)

In der Regel verlaufen zwar Spulwurminfektionen auch bei Kindern symptomlos, sie neigen aber häufiger zu allergischen Reaktionen wie Asthma, Bronchitis und Ekzeme. Infektionen mit Hakenwürmern führen häufig zu entzündlichen Veränderungen der Haut. Eine Giardien-Infektion kann dagegen bei Kindern zu Durchfall, Mangelernährung und Wachstumsverzögerungen führen.

Mindestens alle 3 Monate sollte dem Infektionsdruck mit einer Entwurmung der Haustiere vorgebeugt werden. Damit ist nicht nur der Mensch geschützt, sondern hält auch die Tiere gesund. Erwachsene Hunde und Katzen sind häufig mit Würmern befallen, anfangs ohne erkennbare Anzeichen. Doch unerkannter Wurmbefall führt zu Infektionen, mit unterschiedlichen klinischen Symptomen:  Fressunlust und Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Wasserverlust, Blutarmut, Eiweißmangel,  Verstopfung, blutiger Durchfall bis zum tödlichen Darmdurchbruch (Ruptur).

Hohe Gefahr für Welpen bei WurmbefallWelpen und Jungtiere treffen Endoparasiten (Innenschmarotzer) besonders schwer. Fast alle Welpen und Jungtiere sind mit Würmern befallen und/oder leiden an einer Giardien-Infektion. Anders als bei erwachsenen Tieren zeigen sich deutlich klinische Symptome wie Erbrechen und Durchfall. Das kann zu Wachstumsstopp, Entwicklungsstörungen und sogar bis zum Tod des Tieres führen. Hunde- und Katzenwelpen sollten bereits in der zweiten, spätestens in der dritten Lebenswoche, entwurmt werden.

Der Befall mit Endoparasiten vermindert die Resistenzlage und begünstigt Infektionen: Wurmbefall mindert die Wirkung von Schutzimpfungen. Beim erwachsenen Tier und Jungtier gleichermaßen.

Wir empfehlen, die Tiere unbedingt zwei Wochen vor jeder Impfung zu entwurmen.

(Quelle: MSD-Tiergesundheit)

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