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Zecken sind ein Risiko!

Zecken sind ein Risiko!

Zecken kommen gewöhnlich in waldigen und dicht bewachsenen Gebieten, also im Gras, im Gebüsch oder Unterholz vor. Beliebt sind Areale mit häufigem Wildwechsel und potentiellen Wirten. Die einzige Ausnahme ist die Braune Hundezecke, die sich auch in Wohnräumen oder Zwingern vermehrt.

Weltweit sind ca. 870 Zeckenarten bekannt – die kleinen blutsaugenden Parasiten sind nahe verwandt mit Spinnen und Milben.

Zecken sind nicht nur lästig, sondern können auf Mensch und Tier gefährliche Krankheitserreger übertragen. Typische „Zeckenkrankheiten“ waren noch vor wenigen Jahren auf mediterrane Länder beschränkt. Durch Klimaerwärmung, Globalisierung und Reisetourismus sind sie jetzt auch hierzulande bedeutende Erkrankungen, die unbehandelt für Tier und Mensch durchaus tödlich enden können.

Eine Zecke durchlebt 4 Entwicklungsstadien: Ei, Larve, Nymphe und erwachsene Zecke. Für die Entwicklung vom Larvenstadium bis zur erwachsenen Zecke braucht der Parasit Blut, das er sich von seinen Wirtstieren holt. Beim Blutsaugen werden nach etwa 24 – 48 Stunden die meisten Krankheitserreger übertragen.

 

Rhipicephalus sanguineus

Braune Hundezecke

Die braune Hundezecke wird als Reisemitbringsel aus mediterranen Urlaubsländern nach Deutschland eingeschleppt. Sie hält sich hier in beheizten Räumen wie z. B. in Zwingern und Ställen, aber auch in Wohnungen auf und vermehrt sich dort auch schnell. Die braune Hundezecke befällt bevorzugt den Hund, auf den sie die Babesiose, die Ehrlichiose und Hepatozoonose übertragen kann.

Ixodes ricinus

Gemeiner Holzbock

Der gemeine Holzbock lebt als Freilandzecke in Wäldern, Parks, hohen Wiesen und an Wegrändern. Er befällt vorwiegend Hunde und Katzen, aber auch Menschen und andere Tierarten. Als Krankheitsüberträger der Borreliose, der Anaplasmose und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bei Hund und Mensch spielt der gemeine Holzbock eine wichtige Rolle.

Dermacentor reticulatus

Auwaldzecke

Die Auwaldzecke ist gekennzeichnet durch ein marmoriertes Rückenschild. Ihre früheren Lebensräume waren  feuchte Gebiete wie Auwälder – daher ihr Name – und Moore. Heute kommt sie auch in Parks und Naherholungsgebieten vor. Die Wirte der Buntzecke sind große Haus- und Wildsäugetiere, aber auch Hunde. Auch in Deutschland gilt sie als Überträger der Babesiose.

 

Für den Hund sind Zecken vor allem als Überträger folgender Krankheiten von Bedeutung:

  • Babesiose (auch als Hundemalaria bezeichnet)
  • Borreliose
  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose
  • Hepatozoonose
  • FSME

Zur Beschreibung typischer „Zeckenkrankheiten“ >>>

 

Suchen Sie Ihr Tier immer gründlich ab und entfernen die Zecken frühzeitig. Dafür muss nicht an den Parasiten gedreht oder sie gar mit Öl oder anderen Mitteln beträufelt werden. Dadurch fördern Sie unmittelbar den Speichelfluss der Zecke und erhöhen die Gefahr der sofortigen Krankheitsübertragung. Fassen Sie die Zecke (mit Hilfsmitteln) möglichst nahe der Haut und ziehen sie wie einen Angelhaken kräftig aber vorsichtig heraus. Die winzig kleinen Larven und Nymphen bleiben aber durch den Menschen kaum auffindbar und sind eine Gefahr für das Tier!

Schützen Sie Ihr Tier mit einer Zeckenprophylaxe, damit es gar nicht von Zecken befallen wird.

Scalibor ProtectorbandWir empfehlen verschreibungspflichtige Spot-on-Präparate oder spezielle Halsbänder, die nicht im Zoofachgeschäft erhältlich sind. Sie wirken genauso abschreckend als auch abtötend. Gleichzeitig schützen diese Präparate vor Flöhen und dem Stich der Sandmücke, die Überträger der lebensgefährlichen Leishmaniose ist.

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